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Polarluft und stürmischer Wind sorgen für starken Windchill-Effekt

Polarluft und stürmischer Wind sorgen für starken Windchill-Effekt

Eine sehr kalte Luftmasse polaren Ursprungs erreicht in der Nacht auf Donnerstag Österreich. Aufgrund der Kombination aus stürmisch auffrischendem Wind und Dauerfrost wird sich die Luft vor allem in der Osthälfte noch kälter anfühlen, als sie ohnehin schon ist.

Auf der Rückseite des Balkantiefs VOLKER gelangt ab Mittwochabend deutlich kältere Luft aus Nordosteuropa ins Land. Somit stellt sich von Donnerstag bis mindestens Samstag mit nur sehr wenigen Ausnahmen im Süden landesweit Dauerfrost ein. In den Nächten ist zum Wochenende hin verbreitet mit strengem Frost zu rechnen.

Windchill

Die Druckgegensätze zwischen Tief VOLKER und Skandinavienhoch HELIDA nehmen in den kommenden Stunden zu. Der markante Kaltlufteinbruch geht somit mit kräftigem, in Böen mancherorts auch stürmischem Wind einher. Dies wird das Kälteempfinden durch den sogenannten Windchill-Effekt deutlich verstärken. Dabei sorgt der Wind dafür, dass sich die Luft deutlich kälter anfühlt, als eigentlich das Thermometer anzeigt.

Anbei noch eine Tabelle zur besseren Veranschaulichung:

Windchill, die gefühlte Temperatur bei Wind - R.Osczevski, M.Bluestein 2005, Bulletin of the American Meteorological Society
Windchill, die gefühlte Temperatur bei Wind – R.Osczevski, M.Bluestein 2005, Bulletin of the American Meteorological Society

Strenger Frost

Vor allem am Donnerstag und Freitag sind selbst im nördlichen und östlichen Flachland nur Höchstwerte zwischen -2 und -5 Grad in Sicht. Die Tiefstwerte erreichen landesweit -5 bis -15 Grad, inneralpin sowie in manchen Senken des Nordens sind am Wochenende auch Werte zwischen -20 und -25 Grad in Reichweite.

Prognostizierte Tiefstwerte für den Donnerstag - UBIMET
Prognostizierte Tiefstwerte für den Donnerstag – UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte für den Donnerstag - UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte für den Donnerstag – UBIMET

Teils stürmische Böen

Am Donnerstag weht der Nordwind verbreitet lebhaft bis kräftig. Im Osten und Südosten sowie in manchen prädestinierten Nordföhntälern der Südalpen sind auch Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h möglich. Zwar lässt der eisige Wind zum Wochenende hin etwas nach, abseits des Berglands weht er aber weiterhin mäßig bis lebhaft aus Nordost.

Vorhergesagte maximale Windböen für den Donnerstag - UBIMET
Vorhergesagte maximale Windböen für den Donnerstag – UBIMET
Sturmwarnungen für den Donnerstag (Stand: Mittwoch, 14 Uhr). © www.uwz,at

Extreme Windchill-Werte

Die zu erwartenden Temperaturen zwischen -5 und -10 Grad im Osten werden sich vor allem am Donnerstag bei kräftigem Nordwind wie etwa -15 Grad anfühlen. Kurzzeitig sind mit stürmischen Böen aber auch Windchill-Werte unter -20 Grad in Reichweite! Wenn man sich längere Zeit im Freien aufhält, sollte man also auf ausreichenden Kälteschutz achten, wie etwa mehrere Kleiderschichten von unterschiedlicher Dicke und Material (Zwiebelschalenprinzip) sowie eine gute Kopfbedeckung.

Prognostizierte Windchill-Werte am Donnerstag um 10 Uhr - ECMWF, UBIMET
Prognostizierte Windchill-Werte am Donnerstag um 10 Uhr – ECMWF, UBIMET
Prognostizierte Windchill-Tiefstwerte am Donnerstag zwischen 8 und 13 Uhr - ECMWF, UBIMET
Prognostizierte Windchill-Tiefstwerte am Donnerstag zwischen 8 und 13 Uhr – ECMWF, UBIMET

 

Titelbild: Wind un Kälte, der Windchill-Effekt – pixabay.com

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