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Maibeginn bringt Schauer und Gewitter

Maibeginn bringt Schauer und Gewitter

Der Frühling hat bisher eher mit Regen gegeizt, doch der Mai beginnt nun wechselhaft mit Schauern und Gewittern.

Trockener Frühling

Nach einem viel zu trockenen März als im Durchschnitt erwartet und einem verbreitet durchschnittlichen April, liegt der bisherige meteorologische Frühling in Sachen Niederschlag auf der trockenen Seite. Wie die Graphik zeigt, ist insbesondere im Westen und Nordosten immer noch deutlich weniger Regen gefallen, als im Durchschnitt. In den kommenden Tagen wird sich dieses Bild nun beginnen zu ändern.

Abweichungen des Niederschlags vom Klimamittel © UBIMET

Wetterlage

Derzeit liegt Österreich wettertechnisch quasi im Niemandsland. Sowohl ein ausgeprägtes Tief, wie auch ein mächtiges Hoch sind derzeit weit weg und somit gibt es bei der Luftdruckverteilung am Boden auch in den kommenden Tagen wenig Änderung, es dominiert hier höherer Luftdruck. Entscheidend sind daher, wie immer bei solchen Wetterlagen, die Verhältnisse in der mittleren und oberen Troposphäre.

Am Montag liegt ein Höhentief über der Adria und sorgt in Österreich für unbeständiges Wetter. Zur Wochenmitte hin gelangt der Alpenraum schließlich auf die Vorderseite eines schwachen Troges und somit setzt sich das wechselhafte und feucht-milde Wetter fort. Mit dem Trog deutet sich im Westen zum Wochenende hin eine Abkühlung an.

Wetterlage am Montag, den 2.5.2022 © ECMWF/UBIMET

Schauer und Gewitter

Die Folge all dieser Entwicklungen in der Höhe sind immer wiederkehrende Schauer und Gewitter, die sich jeweils ab dem Mittag zunächst über den Bergen entwickeln und nachfolgend auch auf die Niederungen und das Flachland übergreifen. Die Luft ist inzwischen in tiefen Schichten zunehmend mit Feuchtigkeit angereichert, daher ist örtlich Platzregen zu erwarten. Zudem kann in den kräftigeren Entwicklungen auch kleiner Hagel auftreten. In Summe sind dies also verbreitet die sogenannten Wärmegewitter.

Wärmegewitter

Dabei handelt es sich um tageszeitabhängige Konvektion. Dieser Fachbegriff beschreibt den Ausgleich von Unterschieden in der Dichte der Luft. In der Meteorologie verwendet man zur Veranschaulichung den Begriff des Luftpakets.

Prinzip eines Wärmegewitters © UBIMET

Ist das gedachte Luftpaket wärmer (gestrichelte rote Linie) als seine Umgebung (durchgezogene rote Linie) und damit leichter steigt es auf, bis der Wasserdampf kondensiert. Die Erwärmung der Luft erfolgt durch die Sonneneinstrahlung. Im Falle der Kondensation wird die so genannte latente Wärme (Verdunstungswärme) frei (gestrichelte blaue Linie) und das Luftpaket steigt weiter auf. Dabei kondensiert das Wasser aus und eine Cumulus-Wolke ist geboren. Aufgrund der latenten Wärme bleibt das Luftpaket stets wärmer als seine Umgebung, es erfährt dadurch weiteren Auftrieb. Mit der Zeit wächst die Cumulus-Wolke zum Cumulonimbus heran, dann geht ein Schauer oder Gewitter nieder. Mit dem Sonnenuntergang endet dieses Spiel und es kehrt Ruhe ein.

Regensumme

Die unten stehende Graphik zeigt den erwarteten Regen bis Freitagfrüh, vor allem durch Wärmegewitter. Insbesondere im Westen wird also die Trockenheit in den kommenden Tagen etwas gelindert. Ab Freitag werden dann die Prognosen zunehmend unsicher.

Prognostizierte Niederschlagssumme bis Freitag © ECMWF/UBIMET

Titelbild:https://pixabay.com/de/photos/wolke-quellwolke-cumulus-gewitter-8075/

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