Ein Phänomen der Drehimpulserhaltung. Bei aufsteigender Luftbewegung strömt bodennah Luft aus verschiedenen Richtungen heran, was auch einer Drehung gleichkommt. Unter dem Aufwindschlauch kommt es daher zu Konvergenz, also einem Zusammenströmen, die Konvergenz erhöht die Drehung, da der Drehimpuls der Luft erhalten bleibt. Man kennt diesen Effekt von Eiskunstläufern: Ein Eiskunstläufer dreht sich mit ausgestreckten Armen langsam, zieht er die Hände zum Körper, so erhöht sich seine Drehzahl (Piruetteneffekt).
Die stärksten Tornados treten in Zusammenhang mit Superzellen auf, deren Rotation von vornherein für reichlich Drehimpuls sorgt. Meist reicht die Konvergenz dabei aber nicht aus, um einen Tornado entstehen zu lassen, nur wenn eine spezielle Strömung, der rear downdraft die Drehung noch zusätzlich anheizt, bildet sich der aus Filmen und Bildern bekannte Rüssel.
Sichtbar wird der Rüssel deswegen, weil er zum einen Staub und anderes Material aufsaugt, zum anderen, weil aufgrund des Bernoulli-Effekts bei hohen Geschwindigkeiten der Druck soweit sinkt, dass die Feuchte der Luft kondensiert. In Tornados kann es extreme Windgeschwindigkeiten von mehreren 100 km/h geben, weshalb man sie nicht nach der Beaufort-Skala, sondern nach Fujita auf der Fujita-Skala einteilt, F0 bis F5.








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