Unwetterzentrale Österreich

Stau

Als Stau bezeichnet man in der Meteorologie durch orographische Hindernisse (Gebirge) ausgelöste oder verstärkte Niederschläge auf der Luvseite. Bei einer Staulage wird eine ohnehin schon recht feuchte Luftmasse durch ein Gebirges zum Aufsteigen gezwungen, dabei kühlt sie sich ab. Da Luft mit sinkender Temperatur weniger Wasser halten kann, verstärken sich die Niederschläge. Somit fällt bei Staulagen im Luv eines Gebirges deutlich mehr Regen oder Schnee, als im unbeeinflussten Flachland. Im Lee ist der Niederschlag entsprechend verringert. Selbst wenig markante Mittelgebirge haben einen deutlichen Einfluss auf die Niederschlagsverteilung. Im Staubereich schwächt sich in den tieferen Lagen der Wind deutlich ab, auf der Leeseite kann er sich verstärken (siehe auch Föhn).
Klassische Nordstauregionen in Österreich sind: der Alpennordrand von Bregenzer Wald bis zu den Niederösterreichischen Voralpen. Typische Südstaulagen: Osttirol und Kärnten sowie generell die grenznahen Gebiete zu Italien.