Der Begriff Orkan stellt genau wie 'Sturm' eigentlich nur einen Begriff für die Windstärke dar, als Orkan werden Windgeschwindigkeiten von mindestens 118 km/h bzw. 64 Knoten klassifiziert.
Meist werden unter Orkan bzw. Orkantief allerdings Tiefdruckgebiete verstanden, in deren Bereich zumindest gebietsweise Böen bzw. auf See Mittelwind mit Orkanstärke zu erwarten sind, diese kommen fast ausschließlich im Winterhalbjahr vor. Ein Orkantief zeichnet sich durch starke Luftdruckunterschiede auf geringen Distanzen aus, prinzipiell gilt: je größer die Druckdifferenz bei gegebener Strecke, desto höher die Windgeschwindigkeit. Auf Wetterkarten fallen Orkantiefs deshalb durch starke Isobarendrängung (Isobare: Linie gleichen Luftdrucks) ins Auge. Bei einem in Österreich wirksamen Orkantief handelt es sich um ein meist kleinräumiges Tief (Größenordnung 500 km), welches über dem Nordatlantik entsteht und, eingebettet in eine kräftige westliche Höhenströmung, Mitteleuropa rasch ostwärts überquert. Das Hauptwindfeld befindet sich dabei südlich des Tiefdruckkerns und weist eine Größe von wenigen 100 km auf.








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