Unwetterzentrale Österreich

Hurrikan

Hierbei handelt es sich um einen tropischen Wirbelsturm von etwa 400 bis 800 km Durchmesser, dessen Winde mindestens Orkanstärke (118 km/h) erreichen. Hurrikane entstehen bei labiler Schichtung und hoher Luftfeuchtigkeit, bevorzugt über warmen Meeren mit mindestens 26,5 Grad Wassertemperatur. Ist die Temperaturdifferenz zwischen Wasseroberfläche und höheren Luftschichten der Atmosphäre groß genug, können sie sich mitunter auch bei geringeren Wassertemperaturen bilden, was allerdings nur selten vorkommt. Durch Konvektion steigen mit der Luft große Mengen an Wasserdampf auf. In Folge des Aufstiegs kühlt sich die Luft ab und der Wasserdampf kondensiert, die dabei freiwerdende Energie sorgt für Erwärmung relativ zur umgebenden Luftmasse und damit für weiteres Aufsteigen, so bildet sich ein ausgeprägtes Tief. Der sich drehende Wirbel führt zu Windgeschwindigkeiten bis etwa 250 km/h, die Verlagerungsgeschwindigkeit beträgt hingegen lediglich 15 bis 30 km/h. Sobald ein Hurrikan die Küste landeinwärts überquert, bricht die Feuchte-, und damit die Energiezufuhr zusammen und der Hurrikan schwächt sich allmählich ab. Die zerstörerische Wirkung entfaltet sich neben hohen Windgeschwindigkeiten auch durch Starkregen und Sturmfluten an Küsten. Mitteleuropa kann von Hurrikanen nicht erreicht werden, sondern lediglich von Tiefdruckgebieten, die aus Hurrikanen hervorgegangen sind. Es gibt mehrere Namen für diese tropischen Wirbelstürme: während man sie im Atlantik und an der mexikanischen Pazifikküste Hurrikan nennt, heißen sie im Westpazifik Taifun und im Indischen Ozean sowie in Australien Zyklon.