31.03.2015

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Am Dienstag im Norden und Nordosten zunehmend stürmisch


Aktuelle Wetterlage

Mitteleuropa befindet sich aktuell in einer straffen west-nordwestlichen Höhenströmung, mit dieser streifen immer wieder atlantische Frontensysteme den Alpenraum. Am Dienstag zieht das nächste Sturmtief von der Nordsee Richtung Baltikum und bringt dabei nördlich des Alpenhauptkamms auch in Österreich stürmischen Westwind. Zudem bringen mehrere Frontensysteme wiederholt Regen und Schnee. Ab der Wochenmitte sickern mit der zunehmend auf Nordwest drehenden Höhenströmung kältere Luftmassen ein, im Berg- und Hügelland stellt sich dann voraussichtlich eine spätwinterliche Wetterphase ein.


Überblick Warnungen

STURM NIEDERUNGEN
Die Informationen gelten bis Mittwochabend.

STURM BERGLAND
Die Warnungen gelten von Sonntagnacht bis Mittwochfrüh bzw. -mittag.

STARKREGEN
Die Informationen gelten von Sonntagnachmittag bis Mittwochvormittag.

SCHNEE BERGLAND
Die Informationen sind von Montagmorgen bis Dienstagfrüh gültig.


Warnausblick

Der Dienstag verläuft unbeständig und zudem vor allem im Norden und Osten des Landes stürmisch. Hier muss man im Tagesverlauf wiederholt mit teils schweren Sturmböen aus westlicher Richtung rechnen, am Nachmittag vermehrt auch am Alpenostrand. Dazu zieht in der ersten Tageshälfte Regen, oberhalb von 500 bis 1000 m anfangs auch Schneefall durch, ehe es kurzzeitig abtrocknet, bevor schließlich später am Nachmittag wieder vermehrt Schauer entstehen. Im Süden bleibt es im Schutz der Alpen ruhiger, zum Teil trocken und mitunter sogar freundlich.

Am Mittwoch regnet und schneit es von Vorarlberg bis ins Mariazellerland zeitweise, die Schneefallgrenze sinkt allmählich bis in höhere Tallagen. Im Donauraum und im Osten ziehen mit kräftigem, mitunter auch noch stürmischem Nordwestwind einzelne Regenschauer durch, im Süden scheint unter Nordföhneinfluss häufig die Sonne.

Der Donnerstag gestaltet sich aus heutiger Sicht ebenfalls trüb und nass. Von Vorarlberg bis ins östliche Flachland regnet es verbreitet. Die Schneefallgrenze sinkt allmählich bis in viele Täler auf 400 bis 700 m. Am Nachmittag und am Abend kann es in den typischen Nordstauregionen auch anhaltend und intensiv schneien. Weitgehend trocken bleibt es im Südosten sowie im Süden. Zudem weht der Wind weiterhin stürmisch aus West bis Nordwest.

Andreas Meingaßner am 31.03.2015 um 07:08 Uhr.