22.12.2014

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Am Montagnachmittag teils sonnig, teils bewölkt und im Osten sehr windig bis stürmisch


Aktuelle Wetterlage

Zu Beginn der Weihnachtswoche verbleibt Österreich zwischen einem Hochdruckgebiet über dem Mittelmeer und tiefem Luftdruck über Skandinavien, dabei gelangen in einer teils stürmischen Westströmung abermals für die Jahreszeit zu milde Luftmassen in den Alpenraum. Bis inklusive Heiligabend bleibt diese sehr milde und windige Wetterlage bestehen, erst im Laufe des Christtags erreicht die Kaltfront eines Tiefdruckgebiets über Skandinavien die nördlichen Landesteile. Mit der Kaltfront dreht die Höhenströmung auf Nordwest, die Temperaturen gehen deutlich zurück und besonders entlang der Alpennordseite fällt ein wenig Neuschnee bis in die Niederungen.


Überblick Warnungen

STURM FLACHLAND
Die Informationen gelten von Montagfrüh bis Dienstagabend, teils auch bis Mittwochfrüh.

STURM BERGLAND
Die Informationen sind von Montagfrüh bis Dienstagnacht gültig.


Warnausblick

Am Montagnachmittag scheint in weiten Landesteilen die Sonne, dazu zeigen sich einige Schleierwolken. Im Norden und Osten ziehen allgemein kompaktere Wolkenfelder durch, auch ganz im Süden halten sich dichtere Wolken. Abgesehen von ein paar Regentropfen im Weinviertel bleibt es meist trocken. Der Wind weht lebhaft, im Donauraum teils auch kräftig aus West. Von St. Pölten bis nach Wien sowie im Wiener Becken sind Sturmböen, vereinzelt auch schwere Sturmböen einzuplanen. Die Temperaturen steigen in allen Höhen deutlich an, die Frostgrenze zieht sich erneut in die Hochgebirgslagen zurück.

In der Nacht auf Dienstag bleibt es trocken und teils sehr windig mit Sturmböen vor allem in den östlichen Landesteilen. Dazu ist es oft aufgelockert oder gering bewölkt, nur in manchen ruhigen Tal- und Beckenlagen vor allem im Süden bildet sich etwas Nebel oder Hochnebel.

Der Dienstag bringt bei nur harmlosen, hohen Wolken einiges an Sonnenschein, lediglich in den südlichen Becken halten sich gebietsweise Nebel und Hochnebel hartnäckig. Bei lebhaftem bis kräftigem, im östlichen Alpenvorland, im Wiener Becken sowie Richtung Rax-Schneeberg-Gebiet teils auch wieder stürmischem Westwind wird es zudem einmal mehr ungewöhnlich mild für die Jahreszeit.

Am Mittwoch, am Heiligen Abend, ändert sich nur wenig. Häufig scheint die Sonne, und dazu wird es wieder ausgesprochen mild. Lediglich in den südlichen Tal- und Beckenlagen hält sich teils beständiger Nebel und Hochnebel. Der Wind lässt im Vergleich zu Vortag zwar etwas nach, speziell im Lee des Wienerwaldes sind aber weiterhin kräftige Böen einzuplanen.

Die Christnacht verläuft häufig noch länger trocken, in der zweiten Nachthälfte beginnt es im Norden von Tschechien her allmählich zu regnen, wobei bis zum Morgen allmählich auch an der Alpennordseite mit etwas Regen, in höheren Tallagen auch schon mit etwas Schneefall zu rechnen ist.

Am Donnerstag, am Christtag, regnet bzw. schneit es alpennordseitig zeitweise, wobei die Schneefallgrenze von gut 1000 m im Tagesverlauf bis 500 m und damit bis in etliche Täler sinkt. Der Osten zeigt sich wechselnd bewölkt mit nur einzelnen Schauern und im Süden bleibt es überhaupt oft trocken und zudem auch länger sonnig.

Konstantin Brandes am 22.12.2014 um 15:09 Uhr.