28.11.2014

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Am Freitag im Bergland föhnig, in den Niederungen oft nebelig-trüb


Aktuelle Wetterlage

Am Freitag und auch am Samstag ändert sich wenig am ruhigen Herbstwetter. Südlich des Alpenhauptkamms stauen sich feuchte Luftmassen, im Nordalpenbereich sorgt hingegen Föhn für milde und teils freundliche Verhältnisse. In den Niederungen setzen sich in der feuchtkalten Luft die nebelig-trüben Verhältnisse fort, in unterkühlten Lagen ist dabei auch Glätte durch Schneegriesel oder gefrierendes Nieseln möglich. Am Sonntagabend gewinnt dann ein Mittelmeertief an Einfluss auf unser Wettergeschehen, die genaue Niederschlagsverteilung ist aber ebenso noch mit Unsicherheiten behaftet wie die genaue Schneefallgrenze. Im Westen bleibt es jedenfalls deutlich milder, im Osten ist aus heutiger Sicht am Montag auch Schneefall bis in tiefe Lagen nicht auszuschließen.


Überblick Warnungen

SÜDFÖHN TÄLER
Die Informationen gelten von Freitagvormittag bis Freitagnacht.

SÜDFÖHN BERGLAND
Die Informationen gelten von Freitagmittag bis Samstagfrüh.

GEFRIERENDES NIESELN
Die Informationen sind bis Freitagvormittag gültig.


Warnausblick

Der Freitagnachmittag verläuft vielerorts trüb durch Nebel und Hochnebel, vor allem im Nordosten fällt zeitweise auch etwas Nieselregen. Insbesondere im Waldviertel besteht dabei vereinzelt Glättegefahr! Freundlicher ist es an der Alpennordseite von Vorarlberg über das Salzkammergut bis zur Eisenwurzen, hier zeigt sich föhnbedingt zumindest zeitweise die Sonne. In den prädestinierten Tälern frischt lebhafter, im Rätikon in Böen teils auch kräftiger bis stürmischer Südföhn auf. Auch auf den Bergen des Alpenhauptkamms weht stürmischer Südwind, die niedrigsten Warnschwellen werden jedoch nur vereinzelt erreicht. Im Nebel bleibt es kalt, mit dem Föhn steigen die Temperaturen teils in den zweistelligen Plusbereich.

In der Nacht auf Samstag muss man in vielen Niederungen weiterhin mit Nebel und Hochnebel rechnen, örtlich nieselt es ein wenig. Teils sternenklar ist es föhnbedingt entlang der Alpennordseite, also vom Bregenzerwald bis zur Eisenwurzen.

Der Samstag hat wenig Änderung zu bieten. Während von Unterkärnten über das Burgenland bis zum Waldviertel sowie im westlichen Donauraum der Tag erneut oft trüb verläuft, setzt sich im Nordalpenbereich, also von Vorarlberg über Salzburg bis zur Eisenwurzen, zum Teil recht sonniges Wetter durch. Entlang und nördlich der Donau weht zudem mäßiger, kalter Ostwind, in den Alpen wird es schwach föhnig.

Am Sonntag verdichten sich die Wolken mit Annäherung eines Mittelmeertiefs allmählich überall. Auch im Westen sind letzte Sonnenstunden bald gezählt und im Süden setzt allmählich Regen ein. Die Schneefallgrenze sinkt am Alpenostrand bis zum Abend allmählich auf 1200 m, sonst schneit es nur in Mittel-, am westlichen Alpenhauptkamm sogar nur in Hochgebirgslagen. Im Donauraum und im östlichen Flachland dominieren weiterhin Nebel und Hochnebel.

Am Montag sorgt ein Mittelmeertief verbreitet für Regen und Schneefall, am meisten regnet bzw. schneit es im Süden und Osten des Landes. Starke Unterschiede gibt es was die Schneefallgrenze anbelangt: Speziell im Osten kann es im Tagesverlauf bis in tiefe Lagen herab nassen Schneefall geben, nach Westen hin fällt erst oberhalb von 1500 bis 2000 m Schnee.

Roland Reiter am 28.11.2014 um 10:39 Uhr.