09.02.2016

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Am Dienstag schwerer Föhnsturm, zeitweise sonnig und sehr mild


Aktuelle Wetterlage

Am Dienstag verstärken sich die Druckgegensätze über den Alpen erneut, damit kommt erneut stürmischer Südföhn auf. Im Bergland zeichnen sich recht verbreitet schwere Sturm-, teilweise auch Orkanböen ab, aber auch in den prädestinierten Föhntälern sind teils schwere Sturmböen einzuplanen. In der Nacht auf Mittwoch bricht der Föhn mit dem Übergreifen einer Kaltfront bzw. eines Italientiefs zusammen. Neben ergiebigem Regen in den Südalpen wird auch der Schnee im Bergland ein Thema. Eine nachhaltige Wetterberuhigung ist auch im weiteren Wochenverlauf nicht in Sicht, zumindest in Sachen Wind scheint aber der Höhepunkt überschritten.


Überblick Warnungen

STURM NIEDERUNGEN
Die Vor- und Akutwarnungen vor stürmischem Südföhn laufen von Dienstagvormittag bis Dienstagabend.

STURM BERGLAND
Die Warnungen sind zumeist von Dienstagvormittag bis Dienstagnacht gültig.

STARKREGEN
Die Informationen laufen von Dienstagnachmittag bis Mittwochvormittag.

SCHNEE FLACHLAND
Die Vorwarnungen gelten von Dienstagabend bis Mittwochmittag.

SCHNEE BERGLAND
Die Warnungen sind von Dienstagabend bis Mittwochmittag gültig.



Warnausblick

Der Dienstag bringt auf den Bergen verbreitet stürmischen Wind aus Südwest bis Süd. Im Norden und Osten des Landes scheint zeitweise die Sonne, sonst überwiegen meist von Beginn an die Wolken. Während es südlich des Alpenhauptkamms tagsüber ein paar Regentropfen gibt, bleibt es bis auf einzelne Regenschauer an der Alpennordseite am Morgen noch trocken. Am Abend beginnt es dann von Westen her teils kräftig zu regnen. Nicht nur auf den Bergen weht stürmischer Wind, auch in den prädestinierten Tälern zeichnen sich teils schwere Sturmböen ab. Auch am Alpenostrand und im östlichen Flachland macht sich am Nachmittag und Abend starker bis stürmischer Südwind bemerkbar.

In der Nacht auf Mittwoch breitet sich der intensive Regen mit dem Übergreifen einer Kaltfront bzw. eines Italientiefs auf weite Teile des Landes aus, die Schneefallgrenze sinkt dabei von Vorarlberg bis Salzburg und Oberkärnten allmählich bis in viele Täler, sonst auf 1000 bis 500 m.
Mit dem Übergreifen der Front bzw. des Tiefs bricht der Föhn zusammen und dreht auf West. Spätabends sind vom Bodensee bis ins Innviertel kräftige Westwindböen nicht auszuschließen.

Am Mittwoch dominieren zunächst im ganzen Land die Wolken und verbreitet schneit bzw. regnet es. Vor allem von Unterkärnten über die Steiermark bis zum Burgenland fallen Regen bzw. Schnee in der Früh kräftig aus. Die Schneefallgrenze liegt dabei im Westen und Südwesten meist in den Tälern, nach Osten zu zwischen 400 und 600 m. Im Laufe des Vormittags klingen Regen und Schneefall von Westen her ab, nachmittags gehen nur noch im Nordstau ein paar Schauer nieder. Zudem frischt der West- bis Nordwestwind teilweise kräftig, am Alpenostrand auch stürmisch auf.

Der Donnerstag bringt einen Mix aus Wolken und Sonne. Im Norden und Osten kann es am Vormittag mitunter etwas regnen, oberhalb 400 bis 600 m schneien, zum Abend muss man dann auch von Vorarlberg bis Oberkärnten etwas Regen oder Schnee einplanen.

Julia Schöberl am 09.02.2016 um 05:05 Uhr.