28.01.2015

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

In der Nacht zunehmend bewölkt und im Westen und Norden einsetzender Schneefall


Aktuelle Wetterlage

Am Donnerstag gerät Österreich zunehmend unter den Einfluss eines ausgeprägten Tiefdruckkomplexes mit Kern über dem Europäischen Nordmeer, dabei zieht im Laufe der ersten Tageshälfte eine Okklusionsfront über das Land hinweg. In der Nacht auf Freitag wird es an der Alpennordseite mit Drehung der Höhenströmung auf Südwest vorübergehend föhnig, während sich im Süden zunehmend feuchte Luftmassen stauen. Am Freitag erreicht dann ein weiterer Tiefausläufer den Alpenraum und mit der Ausbildung eines Italientiefs zeichnen sich speziell im Süden und Südosten Österreichs teils markante Neuschneemengen ab. Am Wochenende bleibt der Tiefdruckkomplex über Nord- und Mitteleuropa bestehen, damit gestaltet sich das Wetter wechselhaft und überwiegend winterlich kalt.


Überblick Warnungen

SCHNEE TALLAGEN
Die Informationen sind teils von Mittwochnacht bis Donnerstagmittag, teils von Donnerstagmorgen bis Donnerstagabend gültig.

SCHNEE BERGLAND
Die Warnungen gelten von Mittwochnacht bis Donnerstagmittag.

STURM BERGLAND
Die Informationen gelten von Mittwochabend bis Freitagfrüh.


Warnausblick

Die Nacht auf Donnerstag verläuft zunächst weitgehend trocken, von Nordwesten her ziehen jedoch zunehmend kompakte Wolken auf. Von Vorarlberg über das Karwendel bis zum Inn- und Mühlviertel setzt zudem allmählich Schneefall ein, streckenweise im Rheintal sowie außeralpin in tiefen Lagen mitunter auch Schneeregen. Bis zum Morgen breitet sich der Schneefall auf die gesamte Alpennordseite und dem Nordosten aus, wobei bei schwankender Schneefallgrenze speziell im Donauraum und im östlichen Flachland örtlich auch Glätte durch gefrierenden Regen nicht ganz auszuschließen ist. Im Süden und Südosten bleibt es hingegen noch trocken. Auf den Bergen an der Alpennordseite wird der Westwind teilweise kräftig bis stürmisch.

Am Donnerstag fällt zunächst vor allem im Nordalpenbereich von Vorarlberg bis zum Salzkammergut häufig Schnee, dabei zeichnen sich die größten Mengen im Bregenzerwald und am Arlberg ab. Auch im Donauraum und im Osten fällt anfangs ein wenig Schnee oder Schneeregen, vereinzelt ist im Donauraum und im östlichen Flachland auch gefrierender Regen nicht ausgeschlossen. Im Tagesverlauf verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt allmählich ins östliche Berg- und Hügelland , dabei liegt die Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen im Südosten und 800 m nach Westen zu. Vor allem nördlich der Alpen überwiegen dann die trockenen Abschnitte. In der Nacht breitet sich im Süden dann ausgehend von den Karawanken allmählich Schneefall aus. Der Wind auf den Bergen weht teils stürmisch aus West bis Südwest, dabei wird es zum Abend hin an der Alpennordseite vorübergehend föhnig.

Der Freitag beginnt von Vorarlberg über Salzburg bis zur nördlichen Obersteiermark sowie im Süden verbreitet feucht und teils auch winterlich, dabei schneit es zunächst vor allem im Bereich der Nordalpen teils auch kräftig. Auch im Norden und Nordosten dominieren die Wolken, hier schneit es aber meist nur unergiebig und in tiefsten Lagen mischt sich mitunter Regen dazu. Tagsüber lässt der Schneefall an der Alpennordseite von Westen her bald nach, im Süden und Südosten schneit es ab dem späten Morgen hingegen zunehmend intensiv. Insbesondere von Unterkärnten über die südliche Steiermark bis zum Burgenland können dann innerhalb weniger Stunden gebietsweise markante Neuschneemengen zusammenkommen, wobei es sich in ganz tiefen Lagen teils um Nassschnee handelt. Gegen Abend lässt der Schneefall dann auch hier wieder deutlich nach.

Am Samstag wird es in der Osthälfte des Landes zunehmend freundlich und oft auch recht sonnig. Dichtere Wolken ziehen hingegen im Westen sowie später auch im Süden durch, zudem schneit es hier gebietsweise unergiebig. Der Wind spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Nikolas Zimmermann am 28.01.2015 um 20:50 Uhr.