30.04.2016

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Am Samstag oft sonnig, am Nachmittag am ehesten im Westen einzelne Schauer


Aktuelle Wetterlage

Am Samstag liegt der Alpenraum in einer südlichen Höhenströmung, mit der weiterhin milde Luft herangeführt wird. Von Westen nähert sich jedoch allmählich die verwellende Front eines Tiefs über der Nordsee. Aufgrund weiterer Tiefdruckentwicklungen über Süddeutschland und dem Golf von Genua kommt die Front aber nicht weiter zu uns voran. Am Sonntag führt das Genuatief allmählich feuchte, aber nach wie vor milde Mittelmeerluft Richtung Alpensüdseite. Leicht wetterbegünstigt bleiben hingegen weiterhin der Norden und Osten Österreichs. Am Montag zieht das Tief langsam südwärts ab, und zwischen dem Baltikum und dem Golf von Biskaya baut sich eine schwache Hochdruckbrücke auf. Somit trocknet aus heutiger Sicht auch bei uns die Luft wieder etwas ab.


Überblick Warnungen

Derzeit sind keine Warnungen aktiv.


Warnausblick

Am Samstag weichen etwaige Nebelfelder rasch der Sonne. Auch tagsüber dominiert bei oft nur harmlosen Wolken der Sonnenschein. Am ehesten wachsen Quellwolken noch in Vorarlberg und im Außerfern zu einzelnen gewittrigen Schauern heran. Sonst bleibt selbst im Bergland die Schauerneigung vorerst gering. Alpennordseitig weht leichter Südföhn, im Donauraum mäßiger bis lebhafter Ostwind.

In der Nacht auf Sonntag wird es dann westlich von Innsbruck, am Alpenhauptkamm sowie in Osttirol und Oberkärnten allmählich feucht, wobei die Schneefallgrenze vom Arlberg westwärts vorübergehend auf rund 1200 m sinkt.

Am Sonntag regnet es im Westen und Süden schon am Morgen zeitweise schauerartig. Tagsüber breiten sich Regenschauer auf weite Teile des Berglandes aus und auch im Südosten wird es zunehmend nass. Die Schneefallgrenze liegt dabei tagsüber von West nach Ost meist zwischen 1400 und 1800 m, anfangs kann es in Vorarlberg aber auch noch etwas tiefer herabschneien. Im Flach- und Hügelland des Norden und Ostens bleibt es bei mäßigem bis lebhaftem Ost- bis Nordostwind hingegen meist trocken mit kurzen Auflockerungen.

Am Montag halten sich meist dichte Wolken, besonders in Unterkärnten und in der Südsteiermark sowie in den typischen Nordstauregionen vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland fällt wiederholt Regen. Die Schneefallgrenze liegt dabei in der Früh zwischen 1400 und 1800 m und steigt tagsüber weiter an. Nördlich der Donau sowie im Südwesten bleibt es bei zeitweiligem Sonnenschein meist trocken. Am Alpenostrand weht kräftiger, in Böen mitunter auch stürmischer Wind aus nördlichen Richtungen.

Konstantin Brandes am 30.04.2016 um 04:55 Uhr.