29.04.2016

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Am Samstag oft sonnig, am Nachmittag am ehesten im Westen einzelne Schauer


Aktuelle Wetterlage

Am Samstag liegt der Alpenraum in einer südlichen Höhenströmung, mit der weiterhin milde Luft herangeführt wird. Von Westen nähert sich jedoch allmählich die verwellende Front eines Tiefs über der Nordsee. Aufgrund einer weiteren Tiefdruckentwicklung über Süddeutschland und dem Golf von Genua kommt diese aber nicht weiter zu uns voran. Am Sonntag führt jedoch das Genuatief allmählich zunehmend feuchte, aber weiterhin milde Mittelmeerluft Richtung Alpensüdseite. Leicht wetterbegünstigt bleiben hingegen weiterhin der Norden und Osten Österreichs. Am Montag zieht das Tief langsam südwärts ab, und zwischen Baltikum und Golf von Biskaya baut sich eine schwache Hochdruckbrücke auf, sodass aus heutiger Sicht auch bei uns die Luft wieder etwas abtrocknet.


Überblick Warnungen

Derzeit sind keine Warnungen aktiv.


Warnausblick

Der Abend geht trocken und sonnig zu Ende und auch die Quellwolken über den Bergen fallen wieder in sich zusammen. Somit verläuft die Nacht auf Samstag weitgehend gering bewölkt bis klar. Vereinzelt kann sich aber Nebel oder Hochnebel bilden. Der Wind ist kein Thema und es wird bevorzugt inneralpin neuerlich frostig.

Am Samstag lösen sich etwaige Nebelfelder in der Mur-Mürz-Furche sowie im Süden rasch auf, dann scheint bei nur harmlosen Wolken verbreitet die Sonne. Im Laufe des Tages nimmt die Wahrscheinlichkeit für teils gewittrige Schauer vor allem in Vorarlberg und im Außerfern zu. Ganz vereinzelt sind aber auch im übrigen Bergland einzelne Schauer möglich. Weitgehend trocken und überwiegend sonnig bleibt es hingegen im Osten und Südosten sowie im Donauraum und nördlich davon. Im Bergland weht leicht föhniger Südwind, im Donauraum mäßiger bis lebhafter Ostwind.

Am Sonntag gehen im Westen von der Früh weg Schauer nieder, Schnee fällt oberhalb von 1100 bis 1400 m. Tagsüber breiten sich die Schauer bis in die Obersteiermark und Unterkärnten aus. Die Schneefallgrenze steigt tagsüber aber an und liegt von West nach Ost zwischen 1300 und 1700 m. Überwiegend trocken bleibt es im Norden und Osten, hier zeigt sich am ehesten noch die Sonne.

Am Montag halten sich meist dichte Wolken, besonders in den typischen Nordstauregionen, vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland, fällt wiederholt Regen. Die Schneefallgrenze liegt dabei in der Früh zwischen 1200 und 1400 m, steigt tagsüber aber auf über 1500 m an. Nördlich der Donau sowie im Süden bleibt es bei zeitweiligem Sonnenschein meist trocken. Am Alpenostrand weht kräftiger, in Böen mitunter auch stürmischer Wind aus nördlichen Richtungen.

Andreas Meingaßner am 29.04.2016 um 19:10 Uhr.