21.10.2014

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

In der Nacht an der Alpennordseite teils kräftiger, schauerartiger Regen


Aktuelle Wetterlage

Am Dienstag verlagert sich ein ausgeprägtes Sturmtief von Schottland über die Nordsee Richtung Dänemark. In Österreich überwiegt zunächst schwacher Zwischenhocheinfluss, am Abend erreicht jedoch die sehr kräftige, zu genanntem Tief gehörige Kaltfront von Westen her den Ostalpenraum. In der Nacht auf Mittwoch zieht diese rasch ostwärts durch, dahinter fließt deutlich kältere Luft ein. Am Mittwoch und Donnerstag befindet sich Österreich in einer straffen nordwestlichen Strömung, dabei bleibt es unbeständig mit teils größeren Regen- bzw. Schneemengen. Am Freitag macht sich vor allem nach Osten hin noch der Einfluss eines Balkantiefs bemerkbar, danach nimmt von Nordwesten der Hochdruckeinfluss zu.


Überblick Warnungen

STARKREGEN
Die Informationen sind von Montagabend bis Dienstagmorgen gültig.

STURM
Die Vorwarnungen gelten von Dienstagabend teils bis Mittwochabend, teils bis Freitagabend.

GEWITTER
Warnungen werden bei Bedarf zeitnah ausgegeben.


Warnausblick

In der Nacht auf Dienstag fällt zunächst nördlich der Alpen schauerartig verstärkter Regen, lokal sind auch noch Gewitter möglich. Der Regen kommt dabei allmählich auch bis in die Zentralalpen voran. Besonders im Bregenzerwald sowie im Außerfern kommen größere Regenmengen zusammen. Der Wind weht meist nur schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen.

Der Dienstag startet recht verbreitet mit schauerartigem Regen. Im Laufe des Vormittags klingt dieser überwiegend ab, einzelne Schauer gehen am Nachmittag bevorzugt im Bergland und im Süden und Südosten nieder. Im Norden und Osten ist es längere Zeit trocken und teils auch freundlich. Am Abend und in der Nacht auf Mittwoch kommt mit einer Kaltfront von Westen kräftiger Regen auf, auch einzelne Gewitter sind denkbar. Der West- bis Nordwestwind frischt dabei mit Frontdurchgang vor allem im Donauraum, im östlichen Flachland und am Alpenostrand kurzzeitig stürmisch auf, in exponierten Lagen ist mit schweren Sturmböen zu rechnen.

Am Mittwoch fällt an der Alpennordseite besonders in den Staulagen von Vorarlberg bis zur Eisenwurzen immer wieder teils kräftiger Regen, die Schneefallgrenze liegt dabei auf rund 800 bis 1000 Meter, morgens vorübergehend auch noch etwas darunter. Im Nordosten ziehen ein paar Schauer durch, an der Alpensüdseite sowie im Osten bleibt es oft trocken. Nach einer vorübergehenden leichten Abschwächung frischt der West- bis Nordwestwind in der zweiten Tageshälfte an der Alpennordseite und am Alpenostrand erneut teils stürmisch auf. Zudem muss man in den typischen Nordföhnregionen ebenfalls mit Sturmböen rechnen. In der Nacht auf Donnerstag intensivieren sich Regen bzw. Schneefall an der Alpennordseite erneut, zum Teil schneit es bis auf rund 700 m herab. Der Wind lässt etwas nach.

Am Donnerstag fällt insbesondere in den Nordstaulagen von Vorarlberg bis Oberösterreich kräftiger Regen, oberhalb von 800 bis 1000 m kommen erhebliche Neuschneemengen zusammen. Vom Weinviertel über die Bucklige Welt bis in die südliche Steiermark bleibt es aber überwiegend trocken. Am Alpenostrand und in Nordföhnregionen weht anhaltend starker bis stürmischer Wind aus Nord bis Nordwest.

Marc Mühling am 21.10.2014 um 00:37 Uhr.