23.10.2014

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Am Donnerstag im Bereich der Nordalpen starker Regen bzw. Schneefall


Aktuelle Wetterlage

Ein ausgeprägtes Balkantief steuert mit einer starken nördlichen bis nordwestlichen Strömung am Donnerstag feuchte Luft heran, die sich an den Alpen staut. Damit sind in den Nord- und teilweise auch Zentralalpen große Regen- bzw. Schneemengen zu erwarten, südlich des Alpenhauptkamms erreicht der Nordföhn am Nachmittag seinen Höhepunkt. Im Laufe des Freitags nimmt dann von Westen her allmählich der Einfluss einer Hochdruckbrücke, die vom Atlantik bis nach Russland reicht, zu. Am Wochenende etabliert sich das Zentrum des Hochs über Osteuropa und bringt dem Alpenraum ruhiges, herbstliches Wetter.


Überblick Warnungen

STURM
Die Informationen gelten bis Freitagmittag, teils bis zum Abend.

STURM BERGLAND
Die Warnungen gelten teils bis Donnerstagnachmittag, teils bis Freitagmittag.

STARKREGEN
Die Informationen sind bis Donnerstagabend gültig.

SCHNEE TALLAGEN
Die Informationen gelten bis bis Donnerstagabend.

SCHNEE BERGLAND
Die Informationen sind bis Donnerstagmittag bzw. - abend gültig.


Warnausblick

Am Donnerstagnachmittag regnet und schneit es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich häufig, teils auch stark. Dabei steigt die Schneefallgrenze zögerlich auf 700 bis 1000 m. Die größten Regen- und Schneemengen kommen in den Nordstaulagen vom Arlberggebiet über die Salzburger Gebirgsgaue, die Pyhrn-Eisenwurzen-Region und die nordwestliche Obersteiermark bis zum Mostviertel dazu. In etwas höheren Lagen besteht durch den reichlichen und nassen Schnee Schneebruchgefahr. Vorübergehend muss man streckenweise auch im Südwesten und Süden mit Regen und Schneefall rechnen, hier wird aber allmählich Nordföhn wirksam und damit trocknet es ab. Auch im Osten regnet es nur zwischendurch. Zum Abend hin lässt die Niederschlagsintensität generell nach. Der Wind weht auf den Bergen heftig mit Sturm- und Orkanböen, auch inneralpin ist es teilweise sehr windig. Ebenso legt der Wind im östlichen Flachland und südlich des Alpenhauptkamms wieder zu und wird zeitweise kräftig bis stürmisch.

Der Donnerstagabend bringt an der Alpennordseite häufig Regen, oberhalb von rund 800 m fällt Schnee. In der Nacht auf Freitag lassen die Niederschläge langsam nach, am längsten nass bleibt es vom Loferer bis ins Mariazeller Land. Im Süden weht am Abend teils stürmischer Nordföhn, der im Laufe der Nacht nur langsam etwas nachlässt. Auch im Osten bleibt der Nordwestwind kräftig.

Am Freitag fällt anfangs in den Nordstaulagen noch etwas Regen, oberhalb von 900 bis 1200 m kommt noch etwas Neuschnee dazu. Der Nachmittag verläuft dann aber bereits verbreitet trocken. Am Alpenostrand sowie in Nordföhngebieten weht bis in die Mittagsstunden noch teils kräftiger Wind aus Nord bis Nordwest, dieser lässt bis zum Abend aber überall deutlich nach.

Der Samstag verläuft weitgehend ruhig und warnfrei, teils aber länger trüb durch Nebel oder ausgedehnte hochnebelartige Wolken, vor allem östlich einer Linie Linz - Villach. Im äußersten Südosten kann es örtlich auch unergiebig regnen. Im Westen zeigt sich hingegen tagsüber schon recht häufig die Sonne.

Am Sonntag halten sich im Flachland und im Süden anfangs Nebelfelder, die sich meist am Vormittag auflösen. Abseits davon dominiert der Sonnenschein, nur ein paar harmlose Wolken ziehen durch und warnrelevante Wettererscheinungen bleiben aus.

Michael Beisenherz am 23.10.2014 um 12:03 Uhr.