21.12.2014

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

In der Nacht stürmisch, in den Nordalpen zunehmend Schneefall


Aktuelle Wetterlage

Am Sonntag befindet sich Österreich vorerst noch im Bereich hochreichender, labil geschichteter Kaltluft und einer kräftigen Nordwestströmung. Von Westen her nimmt jedoch im Tagesverlauf der Hochdruckeinfluss zu, damit beruhigt sich das Wetter. Zu Wochenbeginn setzt sich mit einer ausgeprägten Westströmung wieder sehr milde Luft durch, dabei überwiegt der Einfluss von Hochdruckgebieten im Mittelmeerraum. Bis Heiligabend bleibt der freundliche, milde und windige Wettercharakter bestehen, erst nachfolgend nimmt der Tiefdruckeinfluss zu und von Nordwesten fließt allmählich kältere Luft ein.


Überblick Warnungen

STURM FLACHLAND
Die Informationen gelten teils von Freitagabend, teils von Samstagabend bis Sonntagabend.

STURM BERGLAND
Die Informationen gelten teils bis Sonntag früh, teils bis Sonntagabend.

SCHNEE TÄLER
Die Informationen sind für Samstagnacht gültig.


Warnausblick

In der Nacht auf Sonntag gehen von Vorarlberg bis Niederösterreich verbreitet Regen- und Schneeschauer nieder, ganz vereinzelt sind dabei im Nordosten sogar Blitz und Donner möglich. In den Nordalpen regnet bzw. schneit es mitunter etwas mehr. Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe der Nacht an der Alpennordseite von Mittelgebirgslagen bis in die meisten Täler, im Flach- und Hügelland auf 600 bis 300 m. Speziell im Bereich der Nordalpen kommt somit etwas Neuschnee zusammen. Außerdem lebt der West- bis Nordwestwind verbreitet stürmisch auf, auch in inneralpinen Tallagen wie beispielsweise dem Ennstal und später in den Föhntälern Osttirols und Oberkärntens. Speziell am Alpenostrand ist in exponierten Lagen auch mit schweren Sturmböen zu rechnen.

Der Sonntag bringt an der Alpennordseite zunächst kompakte Wolken und speziell im Nordstau fällt bis Mittag zeitweise noch etwas Schnee, unterhalb etwa 300 bis 500 m Regen. Am Nachmittag lockert es hier langsam auf. Im Süden sowie im Tagesverlauf auch im östlichen Flachland und im äußersten Westen setzt sich hingegen zeitweise die Sonne durch. Der Wind weht vor allem am Vormittag kräftig, am Alpenostrand sowie in den prädestinierten Nordföhntälern stürmisch aus Nordwest, am Nachmittag lässt er dann nach.

Am Montag scheint in weiten Landesteilen die Sonne. Im Norden und Nordosten ziehen zeitweise kompakte Wolkenfelder durch, meist bleibt es aber auch hier trocken. Der Wind weht lebhaft, im Donauraum teils auch kräftig aus West, die Temperaturen steigen in allen Höhen deutlich an.

Der Dienstag bringt bei nur harmlosen, hohen Wolken einiges an Sonnenschein, lediglich in den südlichen Becken halten sich gebietsweise ein paar Nebelfelder. Bei lebhaftem bis kräftigem, im Wiener Becken vereinzelt auch stürmischem Westwind wird es zudem einmal mehr ungewöhnlich mild für die Jahreszeit.

Martin Schreiter am 20.12.2014 um 23:58 Uhr.