01.04.2015

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Am Mittwoch verbreitet stürmischer Nordwestwind, im Nordstau Schneefall


Aktuelle Wetterlage

An der Rückseite eines kräftigen Tiefdruckgebiets mit Kern über den baltischen Staaten liegt der Alpenraum weiterhin in einer stürmischen Nordwestströmung. Zudem sickert allmählich polare Kaltluft ein, wodurch sich im Berg- und Hügelland der Alpennordseite von Mittwoch bis Donnerstagnacht eine spätwinterliche Wetterphase einstellt. Erst am Freitag setzt sich von Westen her allmählich wieder mildere Luft durch, eine Warmfront bringt aber vor allem in der Westhälfte ein wenig Regen mit sich. Warnrelevante Wettererscheinungen sind aus heutiger Sicht dann jedoch nicht mehr zu erwarten.


Überblick Warnungen

STURM NIEDERUNGEN
Die Informationen gelten bis Mittwochabend.

STURM BERGLAND
Die Warnungen gelten von Sonntagnacht bis Mittwochfrüh bzw. -mittag.

STARKREGEN
Die Informationen gelten von Sonntagnachmittag bis Mittwochvormittag.

GEWITTER
Akutwarnungen werden bei Bedarf zeitnah ohne Vorwarnungen ausgegeben.


Warnausblick

In der Nacht auf Mittwoch ziehen wiederholt Regenschauer durch und vor allem an der Alpennordseite ist weiterhin mit stürmischen Böen zu rechnen. Vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland regnet es dabei teils länger anhaltend und zeitweise auch kräftig, wobei die Schneefallgrenze langsam bis in höhere Täler absinkt. Etwas wetterbegünstigt präsentiert sich die Alpensüdseite, hier ziehen nur einzelne Schauer durch.

Am Mittwoch regnet und schneit es von Vorarlberg bis ins Mariazellerland zeitweise, die Schneefallgrenze liegt meist in höheren Tallagen. Im Flach- und Hügelland ziehen mit kräftigem, gebietsweise auch noch stürmischem Nordwestwind einzelne Regen-, in etwas höheren Lagen auch Schneeschauer durch. Im Süden lockert zum Teil kräftiger Nordföhn die Wolken mehr und mehr auf.

Der Donnerstag verläuft entlang sowie nördlich des Alpenhauptkamms trüb und nass. Von Vorarlberg bis ins östliche Flachland regnet oder schneit es verbreitet, die Schneefallgrenze liegt tagsüber meist zwischen etwa 400 und 700 m. Vor allem am Nachmittag und Abend kann es in den typischen Nordstaulagen dabei anhaltend und intensiv schneien. Weitgehend trocken bleibt es unter Nordföhneinfluss im Südosten sowie im Süden. Zudem weht der Wind weiterhin oft stürmisch aus West bis Nordwest.

Am Freitag regnet und schneit es aus heutiger Sicht in der Westhälfte zeitweise. Die Schneefallgrenze steigt dabei von zunächst höher gelegenen Tälern im Tagesverlauf gegen etwa 1500 m an. Bis zum Abend breitet sich der Regen dann allmählich weiter nach Osten aus, von Unterkärnten sowie vom Wald- und Mostviertel ostwärts bleibt es jedoch nach einem freundlichen Tag auch abends trocken. Zudem lässt der zunächst oft noch lebhafte Nordwestwind im Tagesverlauf nach.

Peter Pilati am 01.04.2015 um 03:00 Uhr.