26.05.2015

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Am Dienstag wieder Regenschauer, am häufigsten Regen im Nordalpenbereich, länger trocken im Süden


Aktuelle Wetterlage

Mit einer aus Deutschland übergreifenden Kaltfront etabliert sich am Dienstag eine nordwestliche Strömung, mit der recht feuchte Luftmassen zur Alpennordseite gelangen. Vorübergehend sind besonders in manchen westlichen Landesteilen auch markante Regenmengen nicht ausgeschlossen. Der äußerste Osten und Südosten des Landes liegt zudem weiterhin im Randbereich eines Tiefdruckdruckkomplexes über dem Balkan, wodurch es auch hier eher unbeständig bleibt. Der teils kräftig auffrischende Nordwestwind überschreitet die Warnschwellen aber kaum. Zur Wochenmitte lässt der Feuchtenachschub aus Nordwesten deutlich nach, doch geht es alpennordseitig leicht unbeständig weiter, während der Süden föhnbedingt begünstigt bleibt. Im Osten kann es gebietsweise zu warnwürdigen Böen kommen. Am Donnerstag wird ein Zwischenhoch wirksam, damit sind markante oder gar warnrelevante Wettererscheinungen kein Thema.


Überblick Warnungen

STARKREGEN
Die Warnungen und Vorwarnungen im Westen gelten von Montag- bis Dienstagabend.

WIND
Die Vorwarnungen sind von Dienstagabend bis zum frühen Mittwochnachmittag gültig.

Warnausblick

Am Dienstag sind vielerorts Regenschauer einzuplanen, besonders im Bereich der Nordalpen regnet es mitunter auch anhaltend. Die größten Regenmengen kommen im äußersten Westen zusammen, speziell im Vorarlberger Unterland werden dabei die untersten Warnschwellen überschritten, lokal kann es hier ergiebig regnen. Etwas häufiger zeigt sich die Sonne nur im Süden, gerade hier sind aber auch einzelne gewittrige Schauer mit dabei. Dazu frischt im Tagesverlauf zum Teil lebhafter bis kräftiger Nord- bis Nordwestwind auf, am Alpenostrand sind einzelne stürmische Böen möglich.

Am Mittwoch stauen sich an der Alpennordseite kompakte Wolken und vor allem vom Karwendel bis zum Wienerwald fällt etwas Regen. Die Schneefallgrenze liegt in den Morgenstunden bei 1200 bis 1400 m, lokal auch etwas tiefer. Auch abseits davon ziehen Wolken durch, bis auf einzelne Schauer regnet es aber kaum. Klar wetterbegünstigt zeigt sich der Süden, hier ist es mit kräftigem Nordföhn trocken und teilweise auch länger sonnig. Der Nordwestwind weht lebhaft bis stark, vor allem am Alpenostrand mitunter auch mit stürmischen Böen.

Am Donnerstag sorgt ein Zwischenhoch für freundliche Verhältnisse. Neben ein paar Wolken scheint häufig die Sonne, mit Schauern oder Gewittern ist nicht zu rechnen und auch der Wind spielt keine bedeutende Rolle.

Martin Schreiter am 26.05.2015 um 10:01 Uhr.