23.12.2014

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Am Dienstag sonnig und sehr mild, lokal stürmischer Westwind


Aktuelle Wetterlage

Am Dienstag bestimmen weiterhin ein Hochdruckgebiet über dem westlichen Mittelmeer und mehrere kräftige Tiefs über Skandinavien das Wetter in Mitteleuropa. Das Resultat ist eine kräftige Westströmung, mit dieser werden sehr milde Luftmassen nach Österreich geführt. Da sich das Hoch etwas weiter nach Nordosten verlagert, nehmen die Sonnenanteile zu und der Wind lässt langsam nach. Zu Heiligabend bleibt es noch mild und sonnig. Am Christtag zieht jedoch von Norden her eine Kaltfront über Österreich hinweg, diese bringt in den Nordalpen etwas Schnee. Hinter der Front dreht der Wind auf Nordwest, mit ihm fließen immer kältere Luftmassen in den Ostalpenraum. Am Stefanitag fließt mit einer ausgeprägten Nordwestströmung noch etwas kältere Luft ein. Begünstigt bei einer solchen Wetterlage bleibt der Süden Österreichs, wo sich Nordföhn bemerkbar macht.


Überblick Warnungen

STURM FLACHLAND
Die Informationen gelten bis Dienstagabend.

STURM BERGLAND
Die Informationen sind Dienstagnacht gültig.


Warnausblick

Der Dienstag bringt bei nur harmlosen, hohen Wolken einiges an Sonnenschein, lediglich in den südlichen Becken halten sich gebietsweise Nebel und Hochnebel hartnäckig. Bei lebhaftem bis kräftigem, im östlichen Alpenvorland, im Wiener Becken sowie Richtung Rax-Schneeberg-Gebiet teils auch wieder stürmischem Westwind wird es zudem einmal mehr ungewöhnlich mild für die Jahreszeit.

Am Mittwoch, Heiliger Abend, ändert sich nur wenig. Häufig scheint die Sonne, und dazu wird es wieder ausgesprochen mild. Lediglich in den südlichen Tal- und Beckenlagen hält sich teils beständiger Nebel und Hochnebel. Der Westwind lässt im Vergleich zu Vortag zwar etwas nach, speziell im Lee des Wienerwaldes sind aber weiterhin kräftige Böen einzuplanen.

Die Christnacht verläuft häufig noch länger trocken, in der zweiten Nachthälfte beginnt es im Norden von Tschechien her allmählich zu regnen, wobei bis zum Morgen allmählich auch im Nordalpenbereich mit etwas Regen zu rechnen ist. Im Donauraum bleibt es windig.

Am Donnerstag, Christtag, regnet bzw. schneit es alpennordseitig zeitweise, wobei die Schneefallgrenze von gut 1000 m im Tagesverlauf auf rund 500 m und damit bis in etliche Täler sinkt. Der Osten zeigt sich wechselnd bis stark bewölkt mit nur einzelnen Schauern und im Süden bleibt es überhaupt oft trocken und teils recht freundlich.

Am Freitag, Stefanitag, fällt besonders an der Alpennordseite zeitweise bis in die Niederungen etwas Schnee, die Mengen bleiben aus heutiger Sicht gering. Im Osten und Süden wechseln sich Wolken und etwas Sonne ab, hier schneit es kaum und vielerorts weht kräftiger, eisiger Nordwestwind bzw. Nordföhn.

Andreas Brömser am 23.12.2014 um 04:20 Uhr.